21.02.2019

Das GRC auf Tour durch Australien

Michaela vom GOstralia! Research Centre (GRC) hat in fünf Tagen sieben verschiedene Universitäten in fünf verschiedenen Städten und in unterschiedlichen Zeit- und Klimazonen in ganz Australien besucht.

Als ich Ende September in den Flieger nach Dubai stieg, hatten sich die Bäume in Hamburg schon gelb und rot gefärbt. Der Herbst war da. 20 Stunden später landete ich in Adelaide und war im Frühling angekommen. In den Bäumen saßen die Lorrikeets und zwitscherten ein raues Willkommen. Vor mir lagen 5 intensive Tage: Der Besuch von 7 verschiedenen Unis in 5 verschiedenen Städten und in unterschiedlichen Zeit- und Klimazonen.

Der erste Termin der Woche war ein Treffen mit den Doktoranden an der Uni Adelaide, die meine Kollegin Rebecca und ich in den letzten beiden Jahren bei ihrer Bewerbung unterstützt hatten. Alle fünf erhalten ein großzügiges Forschungsstipendium der University of Adelaide, das wir 2017 und 2018 exklusiv für unsere Studierenden anbieten konnten. Auch 2019 schreiben wir wieder 2 exklusive Stipendien aus. Treffpunkt war in einem der vielen netten Cafés, von denen Adelaide so viele hat. Obwohl ich per Mail schon gute Rückmeldung bekommen hatte, war ich sehr auf das direkte Feedback vor Ort  gespannt. Alle berichteten, dass sie fachlich und menschlich sehr gut in ihren Arbeitsgruppen angekommen sind.  Bei allen administrativen Fragen gab es vom Admissions Centre der University of Adelaide direkte und kompetente Unterstützung. Aber auch das Leben in Adelaide selbst ist für alle ein tägliches Highlight. Adelaide ist mit 1,3 Mio Einwohnen die fünftgrößte Stadt Australiens und die Hauptstadt Südaustraliens. Dennoch kann man die Innenstadt problemlos zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden und kann von dort das Meer in 20 Minuten erreichen. Perfekt für eine kurze Auszeit oder einen entspannten Tag am Strand. Außerdem hat die Stadt neben  tollen Cafés und Restaurants auch eine lebendige Kunst- und Livemusikszene, die ich leider bei meinem Besuch nur ansatzweise genießen konnte, da ich mich nach meinem nächsten Termin, einem Treffen mit den sympathischen Kolleginnen der University of South Australia, auf den Weg nach Brisbane machte.

In Brisbane erwartete mich nicht nur frühsommerliches Wetter, sondern an der Queensland University of Technology (QUT) auch der German Science and Innovation Day, der im Rahmen der German Week vom deutschen Honorarkonsul Michael Rosemann veranstaltet wurde. Michael Rosemann ist auch Professor für Informationssysteme an der Faculty of  Science and Engineering der QUT und sein zentrales Anliegen ist es, die erfolgreiche Forschungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Australien stärker sichtbar zu machen. Dabei geht es ihm immer auch um die konkrete Unterstützung von jungen Forschern und Forscherinnen und neben dem DAAD und der Alexander von Humboldt Stiftung stellte auch ich das Angebot unseres GOstralia! Research Centres vor. Unterstützt wurde ich von zwei unserer Doktorandinnen. Laura Puk und Jasmin Groß berichteten ehrlich und direkt über ihren Bewerbungsprozess mit unserer Hilfe, ihren Start in Brisbane und ihre Erfahrungen als PhD Kandidatinnen an der University of Queensland und der Griffith University. Die vielen spannenden Diskussionen zum Potential und den Herausforderungen deutsch-australischer Kooperationen zeigten immer wieder, dass trotz der großen Entfernung zwischen Deutschland und Australien, das Thema Distanz nicht wirklich eine Rolle spielt. Beide (Forschungs-)Kulturen passen und finden hervorragend zueinander. Der Tag war für mich auch eine perfekte Plattform, um einige aktuelle GOstralia!-Studierende zu treffen. Ein besonderes Highlight waren zwei GOstralia! Alumni, die vor 10 Jahren für einen Bachelor nach Queensland gingen und die sich mittlerweile erfolgreich ein Leben in Australien aufgebaut haben.

Von Brisbane ging es an Tag 3 nach Canberra an die Australian National University. Die Uni gehört zu den besten Hochschulen des Landes und ist international renommiert für ihre Spitzenforschung. Nach einem Arbeitstreffen mit Kollegen im International Office hatte ich die Gelegenheit die John Curtin School of Medical Research zu besichtigen. In hochmodernen und interdisziplinär angelegten Laboren, versucht man hier erfolgreich neue Einblicke in Krankheiten wie Krebs, Diabetes und rheumatoide Arthritis zu erhalten und erforscht neurowissenschaftlich Bedingungen von Epilepsie und Sehstörungen. Sehr spannend war für mich die Tatsache, dass auf den wissenschaftlichen Nachwuchs, die Ausbildung und Förderung von internationalen Doktoranden besonderen Wert gelegt wird. Exzellente Bewerber und Bewerberinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind sehr willkommen.

Mein Tag 4 startete in Sydney mit Regen. Doch auch das schlechte Wetter konnte der Dynamik und der besonderen Faszination dieser Stadt nichts anhaben. Auf meinem Programm standen Treffen mit den Graduate Research Schools der UNSW Sydney und der University of Technology Sydney (UTS).  Auch an diese Universitäten vermitteln wir immer wieder erfolgreich Doktorandinnen und Doktoranden. Eine wichtige Komponente dieser erfolgreichen Zusammenarbeit ist der persönliche Kontakt und direkte Austausch. Daher war es für mich eine große Freude, dass die UTS 2019 unsere Arbeit mit zwei exklusiven Doktorandenstipendien unterstützt. Die aktuelle Ausschreibung gibt es hier. Mit viel Geld im Gepäck machte ich mich von Sydney auf den Weg nach Perth, ein 5 Stundenflug, der mir wieder die extremen Dimensionen dieses Kontinents vor Augen führte.

Für Tag 5 meiner Reise und auch damit auch schon den letzten Tag waren verschiedene Treffen und persönliche Gespräche an der University of Western Australia (UWA) vorgesehen. Die Universität wurde 1911 gegründet und ist damit die älteste und renommierteste Hochschule Westaustraliens. Der Campus mit seinen historischen Gebäuden und dem alten Baumbestand spiegelt diese Tradition in wunderschöner Weise wider. Daneben verweisen neue Gebäude mit hochmoderner Ausstattung auf die tonangebende Rolle, die die UWA in der internationalen Forschung einnimmt. In meinen Gesprächen wurde auch hier immer wieder deutlich, dass die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein wichtiger Baustein für diesen Erfolg ist und dass die Türen für sehr gute Doktoranden und Doktorandinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz offen stehen.

Nach diesen 5 intensiven Tagen in 5 verschiedenen Städten, vielen 1000 zurückgelegten Kilometern,  7 sehr unterschiedlichen Universitäten und nach vielen persönlichen Gesprächen mit Professoren und Professorinnen, Mitarbeitern  und Mitarbeiterinnen der International Offices, Studierenden und Alumni war es nicht sehr schwer ein Fazit zu ziehen: Australien ist mit seinen forschungsstarken Universitäten und seiner Willkommenskultur für den internationalen Nachwuchs ein perfekter Ort, um eine wissenschaftliche Karriere zu starten.

Du interessierst dich für einen Forschungsaufenthalt in Australien? Dann informiere dich jetzt bei Michaela oder Rebecca.