10.07.2018

Forschung der QUT deckt die große Geschichte des Frauenfußballs auf

Während das WM-Fieber Fußballfans in Atem hält, sucht ein Forscher der QUT nach Beiträgen zu einem Gemeinschaftsprojekt, das die unglaubliche und lange Geschichte des Frauenfußballs in Brisbane und Queensland festhält.

Vom ersten öffentlichen Spiel im Gabba (Cricketplatz in Brisbane) im Jahr 1921 vor 10.000 Zuschauern, bis hin zu den ersten Matildas und unseren heutigen lokalen Stars, stellt Dr. Lee McGowan ein umfangreiches Archiv zusammen, um das reiche Erbe des Frauenfußballs hervorzuheben.

Mit Förderung des Stadtrats von Brisbane durch den Lord Mayor’s Helen Taylor Research Award for Local History 2017 und Unterstützung von Football Queensland, der Landesbibliothek von Queensland, Kettle of Fish Design, dem Queensland Football History Project und der School of Creative Practice der kreativwirtschaftlichen Fakultät der QUT, hat Dr. McGowan mit der Seite www.withtheballatherfeet.com.au eine digitale „lebendige Geschichte“ geschaffen.

Die Website beleuchtet die Geschichten und die Menschen, die Spieler, Trainer und Betreuer, die hinter den wichtigen Spielen, Veranstaltungen und Wendepunkten stehen.  Er will nun die Forschung über Brisbane hinaus auf das regionale Queensland ausdehnen und fordert darum die Öffentlichkeit dazu auf, ihre Geschichten und Erinnerungsstücke zu teilen.

„Bisher war die Geschichte des Frauenfußballs in Australien vor allen verborgen, bis auf jene, die direkt beteiligt waren“, sagte Dr. McGowan.

„Fußball ist die beliebteste Sportart der Nation. In Australien spielen mehr Frauen und Mädchen Fußball, als Netball. Außerdem ist da auch noch unsere herausragende Nationalmannschaft, die Matildas, die erfolgreicher sind, als die Socceroos.

Ich denke wir sollten die Frauen feiern, die dies möglich gemacht haben, die Pioniere und Champions und diejenigen, die so viel von sich selbst und ihrer Zeit gegeben haben für das Spiel, das sie lieben. Ich habe mich mit ehemaligen und aktuellen Spielern, Trainern, Fans und Betreuern getroffen. Es wäre großartig, wenn ich auf diesen Geschichten aufbauen könnte.

Diese Wegbereiter spielten unter den schwierigsten Bedingungen. Es sind ihre Schultern, auf denen das Brisbane Roar W League Team steht.

Wir wissen, dass die ersten Spiele in Brisbane 1921 stattfanden. Wir wissen außerdem, dass Frauen nach dem Spielverbot für Frauen 1921 in England und Frankreich, am Spielen gehindert wurden.

Das Verbot wurde 1971 aufgehoben, aber Frauen in Brisbane und anderen Orten des Landes, inklusive Mt Isa, spielten mindestens seit den frühen 1960ern wieder Fußball. Wir wollen mehr darüber erfahren, was in der Zeit dazwischen passiert ist. Wir wollen das Projekt außerdem auch auf den Rest Queenslands ausdehnen.“

Dr. McGowan hat öffentliche Vorträge und Ausstellungen in Bibliotheken Brisbanes gehalten und ist auf der Suche nach Mitteln, um das Projekt auf die gesamte Region Queensland auszuweiten. Derzeit ist die Ausstellung in der Kelvin Grove Library der QUT und im Foyer des Z9 im Creative Industries Precinct (Ecke Musk Avenue und Kelvin Grove Road) zu sehen.

„Wir hatten großes Glück. Die Fußball-Gemeinschaft ist sehr großzügig mit ihrer Zeit, ihrem Material und Ausstellungsstücken und ihren Geschichten. Viele von Ihnen werden ausgestellt und auf der Website gezeigt – alles Mögliche, von Spielführerbinden,  Kalendern, Turnierbällen, Medaillen, Programmen bis zu Fotos – aber die Sammlung ist unvollständig“, sagte er.

„Spiele wurden bereits 1921 in Ipswitch, Toowoomba, Emerald und anderen Orten ausgetragen. Eine Wanderausstellung in der Region Queensland würde eine Fundgrube an neuem Material für unsere lebendige Geschichte enthüllen.“

Dr. McGowan schreibt auch ein Buch mit dem Titel Football in Fiction, das 2019 bei Routledge erscheinen soll.

Für weitere Informationen und Unterstützung des Projekts, besuchen Sie die Seite www.withtheballatherfeet.com.au.

Die QUT ist Teil einer nationalen Kooperationsgruppe von fünf großen australischen Universitäten, die zusammen das ATN (Australian Technology Network of Universities) bilden.