15.12.2016

Forschungsuni im Profil: Die Curtin University in Perth

In mehr als 60 Forschungszentren und Instituten wird an der Curtin University in Perth internationale Spitzenforschung betrieben. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit traditionellen und modernen Ressourcen für zukunftweisende Konzepte von lokaler, nationaler und globaler Bedeutung.

Wasser ist eine der kostbarsten Ressourcen Australiens und damit ein zentraler Gegenstand universitärer Forschung. In interdisziplinärer Perspektive stellt das Curtin Water Quality Research Centre (CWQRC) der Curtin University das Thema Wasserqualität und -behandlung in den Fokus seiner Aufmerksamkeit. Zu den Forschungsschwerpunkten des Zentrums gehören Untersuchungen an natürlichen und anthropogenen organischen Stoffen in Quell- und Behandlungswässern, Desinfektionsnebenproduktbildung, Wasseraufbereitung, Wasserwiederverwendung und Ästhetik des Trinkwassers. Das 2004 gegründete Zentrum arbeitet hier eng mit der staatlichen Water Coporation of Western Australia zusammen. Neben intensiver Grundlagenforschung und angewandter Forschung ist die gesellschaftliche Aufklärung und Weiterbildung ein wichtiges Ziel. International besetzte Forscherteams stellen hier vor allem spezialisiertes Chemie Know-how zur Verfügung, das auf komplexe interdisziplinäre Fragestellungen zur  Wasserqualität angewendet wird. Die enge Einbindung der Industrie und nicht universitären Forschungseinrichtungen gewährleistet den direkten und praktischen Nutzen für die Wasserwirtschaft in Westaustralien und darüber hinaus für die Anwendbarkeit in einem globalen Kontext.  

Innovativ und zukunftsweisend präsentiert sich auch das 2015 gegründete Cisco Internet of Everything Innovation Center (CIIC). Das  Industrie- und Forschungskooperationszentrum an der Curtin University ist eines von nur acht CISCO Innovationszentren weltweit, die das Unternehmen neben Perth (und einem Ableger in Sydney) noch in Barcelona, Berlin, London, Paris, Rio de Janeiro, Songdo, Tokio und Toronto unterhält. Mit über 80 Forschern und einer direkte Anbindung an ein globales Industrienetzwerk soll das Zentrum Start-ups, Branchenexperten, Entwicklern und Forschern eine Plattform zum Austausch bieten, um  nicht nur wegweisende und innovative Lösungen für globale Fragestellungen bereitzustellen sondern auch wirtschaftliches Wachstum zu fördern und Arbeitsplätze zu schaffen. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeit der unterschiedlichen Akteure steht das Internet of Things (IoE), das Menschen, Prozesse, Daten und Objekte in einer Internet-ähnlichen, virtuellen Struktur miteinander verbindet. Das CIIC soll diese Verbindungen noch enger und relevanter zusammen führen. Mit einer ausgedehnten Co-working Atmosphäre stehen die Räume und Labore Studierenden, Forschern, Unternehmern und Technologiedienstleistern für die gemeinsame Forschung an den unterschiedlichsten IoE – Projekten offen.