18.12.2018

GOstralia! PhD-Studentin beim International Student Council

GOstralia! Studentin Jasmin hat im Juni an der jährlichen Konferenz des Council of International Students Australia (CISA) mitgewirkt und erzählt uns in ihrem Bericht von ihren Eindrücken und der Konferenz.

Vom 25. bis 27. Juni fand in Cairns die jährliche Konferenz des Council of International Students Australia (CISA) statt. Diese Konferenz wird jedes Jahr in einer anderen australischen Universitätsstadt abgehalten und in diesem Jahr im Norden Queenslands, dem Sunshine State im Rydges Hotel in Cairns mitten zwischen den zwei Weltnaturerben, dem Daintree Regenwald und dem Great Barrier Reef.

CISA wurde im Jahre 2010 gegründet, um alle internationalen Studenten in Australien auf der nationalen Ebene zu repräsentieren und sich für deren Rechte und Interessen einzusetzen. Somit ist CISA die erste Organisation, die sich sowohl für Undergraduate- und Postgraduate-Studenten einsetzt, als auch für TAFE- und ELICOS Studenten. Ein gewählter Vorstand bestehend aus elf Studenten leitet CISA. Diese Studenten werden auf der jährlichen Hauptversammlung, die im Zusammenhang mit der Konferenz stattfindet, von allen finanziellen Mitgliedsstudentenvertretungen der Universitäten in Australien gewählt. Zu den 11 Vorstandsmitgliedern zählen der Präsident, der Vizepräsident sowie auch zum Beispiel der/die Beauftragte für Undergraduate-Studenten und der/die Beauftragte für Postgraduate-Studenten. Auf der nationalen Ebene nimmt CISA Einfluss auf die Bundesregierung Australiens, die Hauptvertreter des Bildungsbereiches in Australien und internationale Bildungsorganisationen in anderen Ländern. Auf der Ebene der Bundesstaaten agiert CISA mit Bildungsanbietern, Landtags- und Stadtregierungen sowie Studentenvertretungen der einzelnen Universitäten. Mehr Informationen zu CISA finden Sie auf der Webseite http://www.cisa.edu.au/.

Die Konferenz fand unter dem Motto „Overcoming Barriers“ statt und wurde von etwa 250 Studenten aus über 50 Ländern besucht. Das Programm beinhaltete Vorträge, Workshops und Podiumsdiskussionen zu verschiedenen Themen und Problematiken, die internationale Studenten in Australien betreffen. Hauptsächlich konnten sich die Anwesenden zu den folgenden Themen einen Überblick verschaffen: bezahlbarer Unterkunftsmangel, Krankenversicherung, Immigration, Arbeitsrechte und -ausbeutung, preisreduzierte Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel sowie steigende Semestergebühren. Neben diesen Problematiken wurde auch das Thema „Mentale Gesundheit“ in den Vordergrund gestellt, da die Zahl der internationalen Studenten, die mit Stress, Depressionen oder anderen psychischen Problem zu kämpfen haben, am Ansteigen ist. Neben den generellen Universitätsanforderungen kommen bei internationalen Studenten noch zusätzliche Faktoren wie Heimweh oder kulturelle Anpassung hinzu, weshalb sie eher unter psychischen Problem leiden als einheimische Studenten.

Obwohl auf der Konferenz viele Problematiken thematisiert wurden, lag der Fokus definitiv im Bereich Lösungsfindung. Hierzu wurden Fokusgruppen gebildet, um zum Beispiel die genauen Problematiken der einzelnen Bundesstaaten zu erfassen und im kommenden Jahr von Seiten der CISA Lösungsansätze zu erarbeiten. Aber nicht nur die CISA selbst arbeitet stätig daran das Leben für international Studenten zu verbessern, sondern auch ihre Projektbeteiligten wie zum Beispiel Study Queensland, der OSHC Anbieter Allianz oder ETS TOEFL. Vielen Organisationen liegen das Wohlergehen und eine positive Erfahrung internationaler Studenten in Australien am Herzen und gemeinsam wird daran gearbeitet, ein bereicherndes Erlebnis für alle zu schaffen.