09.08.2018

Hobbywissenschaftler tauchen in Riffschutzprojekt ein

Fahre deinen Laptop hoch und beginne das Meeresleben zu erforschen. Millionen Australier werden als Teil eines einzigartigen Bürger-Wissenschaftsprojekts dazu ermutigt, einen „Trockentauchgang“ am Great Barrier Reef zu machen.

Zur Feier des internationalen Jahres des Riffs und der National Science Week (11.-19. August), wird das Projekt Virtual Reef Diver der QUT erstmalig Menschen die Möglichkeit bieten, vom heimisches Computer aus mit Meereswissenschaftlern zusammenzuarbeiten, um Unterwasserbilder des Riffs zu klassifizieren.

QUT-Projektleiterin Dr. Erin Peterson sagte, die Informationen würden den Wissenschaftlern dabei helfen, besser zu verstehen, in welchen Bereichen des Riffs Hartkorallen zu- oder abnehmen.
„Das Riff ist eine erstaunliche und wunderschöne Sehenswürdigkeit und wir wollen dazu beitragen, dass es eines der großen Naturwunder der Welt bleibt“, sagte Dr. Peterson.

„Professionelle Überwachungsdaten sind äußerst wertvoll, da sie uns helfen zu verstehen, wie sich Korallenriffe im Laufe der Zeit verändern, aber die schiere Größe des Riffs bedeutet, dass es für eine einzelne Organisation unmöglich ist, diese Aufgabe allein zu bewältigen.“
„Die Motivation für das Virtual Reef Diver Projekt war es, nach innovativen Wegen zu suchen, um kostengünstig neue Daten zu erhalten und eine Möglichkeit ist, sich die Macht der Hobbywissenschaftler zunutze zu machen. Wir sehen dies als eine wunderbare Möglichkeit, die Gemeinschaft einzubeziehen, unabhängig davon wo sie leben - und für diese Hobbywissenschaftler einen echten Mehrwert für unsere Überwachung und Kartierung zu schaffen.

„Die Ergebnisse dieses Projekts werden helfen, den Meereswissenschaftlern und Riffmanagern die Informationen zugeben, die sie benötigen, um kritische Entscheidungen über die Zukunft des Riffs zu treffen. Es wird außerdem die Grundlage für eine aktuelle und flächendeckende Karte zur Verbreitung der Korallen im Great Barrier Reef bilden.“, sagte sie.

Um ein Riffbild zu klassifizieren, identifzieren und kategorisieren Freiwillige, was sie unter 15 zufällig platzierten Kreisen auf einem Unterwasserbild des Riffs sehen, wie z.B. Korallen, Wasser, Sand oder Algen. Aber die Hobbywissenschaftler werden alle Hände voll zu tun haben mit Hunderttausenden von Bildern, die innerhalb der nächsten 12 Monaten zur Klassifizierung zur Verfügung stehen.
„Die gute Nachricht ist, dass Menschen, die teilnehmen möchten, dies so viel oder wenig tun können, wie sie wollen. Es gibt kein Minimum an Bildern, die man klassifizieren muss“, sagte Dr. Peterson.

„Hinter den Kulissen wollen wir auch untersuchen, wie die Klassifizierungsentscheidungen der Bürgerinnen und Bürger im Vergleich zu denen der künstlichen Intelligenz aussehen. Werden die Wissenschaftler zu Hause die besten Ergebnisse erzielen? Wir werden es herausfinden.“

Im Gegensatz zu anderen bürgerwissenschaftlichen Projekten, verwendet Virtual Reef Diver eine webbasierte Plattform, die modernste Software und statistische Modellierung kombiniert, um von den Bürgern beigesteuerte Daten mit den Daten von professionellen Überwachungsprogrammen, Forschungsinstituten und privaten Organisationen zu integrieren, um genauere Karten zur Gesundheit des Riffs zu erstellen.

Virtual Reef Diver ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit der QUT, der ABC und ACEMS und wurde als Teil einer Partnerschaft zwischen QUT, ACEMS, dem CRC for Spatial Information (CRCSI), dem Department of Natural Resources, Mines and Energy und dem Australian Institute for Marine Science (AIMS) entwickelt.

Die Website ist auf virtualreef.org.au zu erreichen und die Wissenschaftler können die Bilder bis Juli 2019 klassifizieren.