15.12.2017

Im Wettlauf mit der Zeit – UTS Forscher und das achte Weltwunder

Das Great Barrier Reef ist das größte Korallenriff der Welt und eines der artenreichsten Ökosysteme des Planeten. Doch vielfache Umwelteinflüsse bedrohen die Existenz des Riffs. Forscher des Climate Change Clusters der University of Technology Sydney forschen daher mit Hochdruck und sehr erfolgreich an resilienten Super-Korallen.

Das Great Barrier Reef ist das größte Korallenriff der Welt und gehört zu den beliebtesten Touristenattraktionen Australiens. Etwa zwei Millionen Touristen besuchen das Riff jedes Jahr, und beschert der australischen Wirtschaft damit jährliche Einnahmen in Höhe von über 4,1 Milliarden Euro.

Dieses einzigartige Ökosystem erstreckt sich über eine Fläche von fast 345.000 km² und besteht aus etwa 2900 einzelnen Riffen. Als Lebensraum für eine Vielzahl von Arten sind dort etwas 360 Steinkorallenarten und 80 Weichkorallen zu finden. Doch vielfache Umwelteinflüsse bedrohen nicht nur der Artenreichtum sondern die Existenz dieses über Millionen Jahre gewachsenen Systems.

1770 wurde das Great Barrier Reef vom britischen Seefahrer James Cook entdeckt, als er dort mit seinem Schiff Endeavour während seiner ersten Südseereise (1768–1771)  auf Grund lief. 1981 wurde das Riff von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Doch der Schutz des Riffs bleibt schwierig.

Neben der Gefährdung durch die Kohleindustrie und den Tourismus stellt vor allem die globale Erderwärmung die größte Bedrohung für das Riff dar. Immer wieder steigen die Wassertemperatuten über 30 °C und zerstören damit die Korallen, die ausschließlich einem eingeschränkten Temperaturfenster von 18- 30 °C gedeihen. Durch die Wassererwärmung zerbricht die lebensnotwendige Symbiose zwischen Algen und Korallen, da die Algen bei Wassertemperaturen über 30 °C giftig und von den Korallen abgestoßen werden. Übrig bleiben weiße Kalkskelette.

Immer wieder haben Wissenschaftler dieses Phänomen beobachtet. Besonders dramatisch aber waren die Wetterentwicklungen 2016 und Anfang 2017, die zu einer nie dagewesenen Korallenbleiche führten – nicht nur am Great Barrier Reef.

Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich Prof. David Sugget vom Climate Change Cluster (C3) der University of Technology in Syndey mit Super-Korallen, die besonders resilient und resistent gegen den Klimawandel sein könnten. Seine Forschung wurde jetzt gefördert vom AMP‘ Tomorrow Fund, der mit 1 Million AUD besondere Forschungsprojekte unterstützt.

Zum Video