15.07.2019

Mit Familie zum Master nach Neuseeland

Stefanie hat das erste Semester ihres Masters an der AUT in Auckland beendet und ist restlos begeistert. Mit Hilfe von GOzealand! hat sie den Schritt gewagt und ist mit Mann und Kindern ausgewandert.

Die Stadt und der Studiengang im Bereich Communication Studies haben sich für sie und ihre Familie als Volltreffer erwiesen. Der Schritt ins Auslandsstudium war lange geplant. Nach mehreren Jahren Berufstätigkeit wollte Stefanie sich akademisch weiterbilden und das am liebsten im Land der langen weißen Wolke. Was es dabei zu beachten gilt, erzählt sie im Interview. Und nebenbei verrät sie auch, wo man den besten Kaffee des Landes findet.

Hallo Stefanie, die ersten Monate deines Masterstudiums an der Auckland University of Technology (AUT) in Neuseeland hast du bereits hinter dir. Wie gefällt es dir bisher?
Das erste Semester war zwar unglaublich anstrengend, aber die Profs und Vorlesungen waren klasse. Ich habe die Schwerpunkte Public Relations und Social Media Management gewählt und das war der absolute Volltreffer. Auckland ist meine Traumstadt. Ich kann zu Fuß ans Meer laufen und fahre mit der Fähre zur Uni – besser geht es nicht!

Deinen Bachelor hast du 2004 abgeschlossen und dann in verschiedenen Positionen im PR- und Marketingbereich gearbeitet. Wie kam es, dass du doch noch einen Master machen möchtest und warum hat es dich nach Neuseeland gezogen?

Ich habe damals BWL studiert und bin nach meinem Studium über ein Trainee-Programm im Kommunikationsbereich gelandet. Mir macht die Arbeit als Public Relations Managerin großen Spaß, allerdings wollte ich mir zu meinem Praxiswissen auch die Theorie aneignen. Social Media sind mittlerweile aus der PR nicht mehr wegzudenken, deshalb wollte ich mich gerade in diesem Bereich meinen Master machen. Und in Neuseeland habe ich mich vor elf Jahren auf unserer Weltreise verliebt. Seitdem war es schon immer mein Traum, einmal im Land der langen weißen Wolke zu leben…

Welche Gründe sprechen für dich fachlich für ein Studium in Neuseeland? Und wieso fiel deine Wahl auf die AUT?
Ehrlich gesagt habe ich mich gar nicht aus fachlichen Gründen für Neuseeland entschieden…. Ich habe mir auch andere Länder und internationale Unis angeschaut, aber eigentlich war es schon von vornherein klar, dass es nach Neuseeland gehen soll! Von allen Unis hatte die AUT allerdings genau die Vorlesungen im Programm, die ich kombinieren wollte. Ich wollte meinen Fokus ganz klar auf PR in Verbindung mit Social Media setzen. Und das hat in dieser Form keine der anderen Unis angeboten, die ich mir angeschaut habe.

Wie groß und wie international ist der Studiengang? Wie viele Studenten studieren aktuell mit dir im Master of Communication Studies des Abschlussjahres 2020?
Wie viele Studenten in meinem Jahrgang sind, kann ich nicht genau sagen, weil es viele verschiedene Spezialisierungen gibt. Neben Public Relations kann man zum Beispiel auch Journalismus oder Mediendesign studieren. Dementsprechend ist der Studiengang recht groß. Die AUT ist generell sehr international, in meinem Bereich sind wahrscheinlich 40 Prozent der Studenten aus dem Ausland.

Dein Mann und deine Kinder haben dich bei deinem Auslandsabenteuer begleitet. Wie gestaltet sich euer Alltag?
Unsere Töchter gehen hier in Auckland seit Anfang des Jahres mit einem Riesenspaß in die Primary School und wir können oft nur staunen, mit welcher Geschwindigkeit die zwei Englisch lernen – natürlich mit dem typischen Kiwi-Akzent. Constantin hat im Juni einen Job in seiner Branche angefangen und so haben wir hier mittlerweile einen ganz normalen Alltag. Allerdings ist ein Vollzeitstudium mit zwei Kids echt nicht zu unterschätzen. Das bedeutete für mich viele Wochenend- und Nachtschichten und wenig Schlaf, insbesondere in der Zeit meiner Assignments. Ansonsten nutzen wir jedes schöne Wochenende, um Auckland und die Nordinsel zu erkunden.

Wie schwierig war es eine Wohnung für euch zu finden?

Ehrlich gesagt war es im Nachhinein gar nicht so schwierig. Aber wir hatten auch großes Glück, weil uns bei unserer dritten Besichtigung der Hausbesitzer die Tür aufmachte (es waren noch Weihnachtsferien und daher hatten wir keine Konkurrenz) und uns auf Anhieb mochte. Für ihn spielte es da gar keine Rolle mehr, dass wir kein festes Einkommen hatten, einen Hund nachholen und ein Trampolin auf seinen wunderschönen Rasen stellen wollten.

Die Entscheidung mit der gesamten Familie für das Studium auszuwandern ist sicherlich keine Leichte und du hattest Einiges zusätzlich zu organisieren. Welche Tipps gibst du anderen Familien mit auf den Weg?
Ja, es ist wirklich eine unendliche Menge zu organisieren und wir haben einige Monate an Vorbereitungszeit gebraucht – von der Reise nach Berlin zum Medical Check über den Hausverkauf und der Abmeldung aus Deutschland bis hin zum Organisieren aller Versicherungen. Rückblickend betrachtet war es für uns allerdings das Wichtigste, dass die Kinder auf unserer Seite waren. Gerade unsere große Tochter war alles andere als begeistert, als wir den beiden das erste Mal von unseren Plänen berichtet haben. Mit viel Zeit, Geduld und Einfühlungsvermögen sind wir auf die zwei eingegangen, haben unsere Pläne immer wieder thematisiert und die zwei am Ende mit unserer Begeisterung angesteckt.

Auf deiner Bucketlist standen Dinge wie Tongariro Crossing, Surfen und Maori lernen und mit Delfinen schwimmen. Was konntest du schon alles von deiner Liste streichen?

Ich konnte einen Tag lang an einem Maori-Workshop teilnehmen, wo ich viel über die Traditionen, die Geschichte und die Werte der Maori lernen konnte. Das war total spannend. Wir waren ganz allein in der Cathedral Cove auf der Coromandel oder haben im Wald bei Rotorua in Thermalflüssen gebadet. Fürs Surfen ist es jetzt gerade zu kalt. Das steht also immer noch ganz oben auf meiner Liste, genauso wie der Tongariro Crossing. Den laufen Constantin und ich im Dezember, wenn Oma und Opa zum Babysitten vorbeikommen!

Hast du auch wie geplant den besten Kaffee in Auckland gefunden?
Ich bin ein Riesenfan des Flat White geworden und der schmeckt hier eigentlich überall großartig. Nur muss ich ganz ehrlich zugeben, dass der Flat White im Fidelz in Wellington definitiv den ersten Platz belegt.

Wie sieht euer Plan für die Zukunft und die Zeit nach dem Studium aus?
Wenn es klappt, wollen wir nach meinem Studium in Auckland bleiben. Dafür ist es hier einfach viel zu schön. Auckland ist eine lebenswerte Stadt und die North Shore ist wirklich ein Traum für Familien. Mal schauen, ob es klappt. Das hängt natürlich davon ab, ob ich nächstes Jahr einen Job bekomme.

Und abschließend: Welchen Tipp gibst du zukünftigen Studenten mit auf den Weg?
Habt die Kosten im Blick. Neuseeland und ganz besonders Auckland sind echt teuer (aber auch ganz schön großartig!). Nutzt die vielen Aktivitäten, Events und Clubs an der Uni, um Kontakte zu knüpfen. Allen studierenden Mamas kann ich nur raten, sucht euch so viel Unterstützung wie ihr kriegen könnt. Mein Mann war die ersten Monate als Vollzeitpapa und Haushaltsalleskönner mein Held! Und als allerletztes: Genießt Eure Zeit in Aotearoa! Die Natur ist so einmalig schön hier, die Menschen so freundlich und relaxt, und man kann hier die verrücktesten Sachen machen. Wo sonst kann man sich in einem Gummiball einen steilen Berg runterrollen lassen?!?

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