21.03.2016

Research Forum Berlin 2016

In Zusammenarbeit mit Austrade Frankfurt und dem GOstralia! Research Centre hatte die Australische Botschaft am 16. März 2016 zum Research Forum nach Berlin eingeladen.

Research Forum: Opportunities for German Australian Research Cooperation
Die zahlreich erschienen Vertreter deutscher Universitäten und Hochschulen, nationaler Bildungs- und Forschungseinrichtungen und der freien Wirtschaft informierten sich in diversen Fachvorträgen über die Möglichkeit der Forschungszusammenarbeit zwischen Australien und Deutschland.  Auch für interessierte Studenten bot die Veranstaltung eine Gelegenheit, sich ein Bild von den Studienmöglichkeiten zu machen und vor Ort die Vertreter der Hochschulen kennenzulernen.

Nach der Begrüßung durch seine Exzellenz Botschafter David Ritchie sprachen verschiedene Vertreter australischer und deutscher Hochschulen, des DAAD und des BMBF  auf dem Podium. Die Vortragsrunde eröffnete Dr. Hans-Jörg Stähle vom Internationalen Büro des BMBF. Er gab dem Auditorium einen umfassenden Einblick in das Forschungsland Australien. Prof. Anja Schwarz, Mitglied der Australia-Germany Advisory Group er (AGAG) läuterte  die aktuellen Empfehlungen, der von beiden Regierungen eingesetzten deutsch-australischen Beratergruppe für die Verbesserung der Zusammenarbeit in den Bereichen „Wissenschaft und Bildung“.  Neben einem gezielt strukturellen Ausbau der Forschungszusammenarbeit betonte sie auch  die  Bedeutung des Studierendenaustausch zwischen Australien und Deutschland auf Undergraduate- und Postgraduateniveau, die durch die Entwicklung spezieller Stipendienprogramme noch weiter voranzutreiben sei. Felicity Jones, European Research Development Manager der University of Melbourne, sprach in ihrem Vortrag How to make the right friends in the great Southern land vor allem über ihre praktischen und sehr konkreten Erfahrungen im Aufbau von Forschungskooperationen mit deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen. Beate Pasch vom DAAD stellte in ihrer Präsentation das erfolgreiche The Universities Australia - DAAD Research Cooperation Scheme vor, ein deutsch-australisches Mobilitätsprogramm im Rahmen des Projektbezogenen Personenaustausches (PPP).

Drei Best Practice Beispiele bildeten den Abschluss. Anhand des ersten deutsch-australischen Graduiertenkollegs, das zwischen der Justus-Liebig Univerisät Gießen und der Monash University in Melbourne eingereichtet wurde, erläuterte Prof. Andreas Meinhardt, stellvertretender geschäftsführender Direktor  des Instituts für Anatomie und  Zellbiologie an der Universität Giessen, die Bedeutung von Einzelprojekten für den Aufbau von strategischen Universitätspartnerschaften. Prof. Christian Kurts, Direktor des Instituts für Experimentelle Immunulogie an der Rheinischen-Friedrichs-Wilhelm Universität Bonn, stellte sein internationales Graduiertenkolleg mit der University of Melbourne vor.  Die filigranen, thematischen Verflechtungen der einzelnen Forschungsprojekte innerhalb des binationalen Graduiertenkollegs und die sich daraus ergebenden Synergieeffekte zeichnete er als zentralen Bestandteil erfolgreicher Forschungszusammenarbeit und  -förderung nach. Eine australische Perspektive zur erfolgreichen deutsch-australischen Forschungszusammenarbeit lieferte Dr. Luis Meijas Alvarez, stellvertretender Direktor des Australian Research Centre for Aerospace Automation (ARCAA) der Queensland University of Technology im letzten Vortrag des Tages. In beeindruckender Vielzahl stellte er Forschungskooperationen nicht nur mit deutschen Hochschulen sondern auch zahlreichen deutschen Partnern aus der Industrie vor.

Auf der sich anschließenden Forschungsmesse hatten interessierte die Möglichkeit, sich ausführlich über Australien als Forschungs- und Studienland zu informieren. Neun australische Universitäten und die Mitarbeiter des GOstralia! Research Centres waren vor Ort, um die Studierenden individuell und mit viel Zeit für spezielle Fragen zu beraten. Darüber hinaus informierte Dr. Michaela Krug-von Vacano, Head of GOstralia! Research Centre, in einem Workshop umfassend zu PhD-Programmen, Finanzierungsoptionen und Bewerbungsmodalitäten für Doktoranden.

Die Veranstaltung bot den zahlreichen Vertretern australischer und deutscher Universitäten und Forschungseinrichtungen, Mitarbeitern der International Offices und  außeruniversitären Einrichtungen und dem wissenschaftlichen Nachwuchs  vom späten Vormittag bis in den Nachmittag hinein eine perfekte Plattform zum intensiven thematischen Informationsaustausch und zur persönlichen Vernetzung.

Bei weiteren Fragen zum Research Forum wenden Sie sich an Dr. Michaela Krug-von Vacano. Auf Anfrage senden wir Ihnen sehr gerne einzelne Präsentationen zu.