04.03.2015

Sprechende Drohne bietet mehr Flugsicherheit

In einer Weltneuheit haben Forscher des RMIT eine sprechende Drohne entwickelt, die sich mit Fluglotsen wie ein normaler Pilot unterhalten kann.

Diese Entwicklung ist ein wichtiger Schritt zur vollständigen Integration von unbemannten Flugsystemen – Drohnen genannt - in der zivilen Luftfahrt.

Als Teil einer umfassenden Forschungsinitiative, die Sicherheits- und Effizienzfragen im Zusammenhang mit Drohnen und Flugverkehrsmanagement untersucht, ist das Projekt das Ergebnis einer Partnerschaft zwischen dem RMIT, der Firma Thales Australien und ihrem Zentrum für fortgeschrittene Studien im Luftverkehrsmanagement (CASIA), sowie der Firma UFA Inc.

Dr. Reece Clothier, Leiter des Forschungsteams für unbemannte Flugzeuge (UAS) am RMIT  sagte, dass Drohnen jederzeit in der Lage sein müssten neben anderen Luftraumnutzern sicher zu fliegen, ohne eine Störung des Flugverkehrsmanagements zu verursachen.

"Die meisten Flugsicherungsdienste für Flugzeuge arbeiten mit Sprechfunk indem Fluglotsen direkt mit den Piloten sprechen", sagte Dr. Clothier.

"Unser Projekt zielte darauf ab, eine autonome Fähigkeit zu entwickeln und zu demonstrieren, die es einer Drohne ermöglicht, mündlich mit den Fluglotsen zu kommunizieren.

"Mit dem von uns entwickelten System kann ein Fluglotse mit einer Drohne sprechen und bekommt Antworten bekommen, genau wie bei jedem anderen Flugzeug."

Philippe Bernard-Flattot, Technischer Direktor bei Thales Australien, sagte: "Dies ist ein wegweisendes Projekt, es ist wichtig für die Zukunft unserer Flugsicherungssysteme.

"Es bringt uns dem sicheren und nahtlosen Betrieb von unbemannten Luftfahrzeugen im zivilen Luftraum einen Schritt näher und ist gleichzeitig ein hervorragendes Beispiel für die enge Zusammenarbeit verschiedener Teams."

Das neue System, das vergangene Woche auf dem australischen Internationalen Luft- und Raumfahrtkongress vorgestellt wurde, ermöglicht es einer Drohne, mit Hilfe von ATVoice®, einer von UFA entwickelten Spracherkennung und die Antworttechnologie Informationsanfragen zu beantworten und auf die Freigabe eines Fluglotsen zu reagieren.

Prüfungen eines Prototypen-Systems im Flug wurden Ende letzten Jahres abgeschlossen, sie demonstrierten die Integration in das Flugüberwachungssystem „Top Sky Air“ von Thales.

Zurzeit sind weitere Studien im Gange zum besseren Verständnis der Vorteile des neuen Systems, zur Untersuchung des Faktors Mensch sowie Klärung von Fragen im Zusammenhang mit der Automatisierung der Kommunikation zwischen Drohnen und Fluglotsen.

Drohnen sind der am schnellsten wachsende Sektor der Luftfahrtindustrie, mit einem weltweiten Umsatz von mehr als 6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2015.

Das UAS Research Team des RMIT befasst sich mit den Herausforderungen hinsichtlich Sicherheit und Regulierung sowie den sozialen und technischen Aspekten  dieses aufstrebenden Industriezweigs.