23.03.2015

Symposium zur deutsch-australischen Forschungszusammenarbeit 2015

Am 19. März 2015 fand in Frankfurt/Main das GOstralia! Research Centre Symposium zur deutsch-australischen Forschungszusammenarbeit statt.

Im Mittelpunkt der vom GOstralia! Research Centre organisierten Veranstaltung standen unterschiedliche Finanzierungs- und Kooperationsmodelle für den Bereich der deutsch-australischen Hochschulforschung. Eingeladen waren Vertreter und Vertreterinnen von Hochschulverwaltungen, International Offices, akademische Mitarbeiter aller Fakultäten, Doktoranden und Postdocs.

Annett Müller, stellvertretende Geschäftsführerin des internationalen Hochschulzentrums der TU Chemnitz stellte die Förderungsoptionen des DAAD für bilaterale Forschungsprojekte vor. In ihrem Vortrag gab sie einen umfassenden Überblick, stellte Best Practice Modelle für die Projektabwicklung vor und wies mit sehr viel Expertenwissen im Detail auf Besonderheiten der Antragstellung hin.  Besondere Relevanz erhielt der Vortrag vor dem Hintergrund des neu geschlossenen landesweiten Partnerschaftsabkommens des DAAD mit den Universities Australia. Anliegen des Joint Research Cooperation Schemes ist die Intensivierung von Forschungskooperationen zwischen deutschen und australischen Forschergruppen. Die erste Ausschreibungsphase auf der Grundlage des neues Vertrages läuft bis Ende Juni 2015. Um gemeinsames wissenschaftliches Arbeiten zu ermöglichen, stellt das Programm vor allem finanzielle Mittel zur Mobilitätsförderung zur Verfügung.

Die Arbeit der einzigen deutsch-australischen International Research Trainings Group stellte Prof. Andreas Meinhardt von der Universität Gießen vor. Die Forschungskollaboration zwischen der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Monash University in Melbourne wird von der DFG mit 3,1 Mio Euro und aus Mitteln der beiden beteiligten Universitäten finanziert. Als Sprecher der deutschen Seite berichtete Prof. Meinhardt sehr persönlich und mit viel Engagement über die komplexen Antragsverfahren, die grenzüberschreitenden und herausfordernden Organisationsprozesse und abschließend auch aus der aktuellen, erfolgreichen  Arbeitsweise der Forschungsgruppe. Die vielen Detailfragen der Teilnehmer beantwortete er hilfreich mit vielen praktischen Hinweisen. Neben den speziellen Herausforderungen stellte Prof. Meinhardt die Bedeutung internationaler Forschungszusammenarbeit heraus und betonte wie essentiell eine solche transkontinentale Zusammenarbeit zur internationalen Profilbildung beider Universitäten beitragen kann.
 
Dr. Hans-Jörg Stähle vom Internationalen Büro des BMBF steckte in seinem abschließenden Vortrag zunächst den übergeordneten Rahmen für die deutsch-australische Forschungszusammenarbeit ab. Dabei betonte er die Relevanz und Bedeutung Deutschlands für den australischen Partner. „Deutschland ist nach den USA, China und Großbritannien der wichtigste Forschungspartner für Australien“, hob er gleich zu Anfang seiner Präsentation hervor. Auch von Seiten der Bundesregierung ist das Interesse groß, die schon bestehenden Verbindungen zwischen beiden Ländern auf Forschungsebene weiter auszubauen. Detailliert informierte er über die unterschiedlichsten Finanzierungs- und Aktionsprogramme für die Forschungszusammenarbeit mit Australien und gab den Teilnehmern eine umfassende Einsicht in existierende Fördermaßnahmen. Darüber hinaus wies er auch auf aktuelle und themengebundene Ausschreibungen des Internationalen Büro für die Zusammenarbeit mit Australien hin.

Die lebhafte Diskussion im Anschluss an die Vorträge unterstrich nicht nur die Bedeutung des Themas, sondern zeigte zum anderen wie wichtig vor allem die Weitergabe von Erfahrungen beim Aufbau von nachhaltigen Finanzierungsquellen für eine erfolgreiche deutsch-australische Forschungszusammenarbeit ist. Besonders vor diesem Hintergrund hat das GOstralia! Research Centre Symposium sein Anliegen, eine Plattform zum Wissens- und Erfahrungsaustausch zu sein, zur großen Zufriedenheit der Teilnehmer und Teilnehmerinnen erfüllen können.