20.11.2018

Vom Auslandssemester zum Master in Australien: GOstralia! Student Maik

Wie eine einfache U-Bahn Fahrt ein Leben verändern kann, zeigt das Beispiel von GOstralia! Student Maik. Durch Zufall kam Maik über eine Nachricht zur Stadt Melbourne die Idee, dort einen Teil seines Studiums zu verbringen.

Das Semester hat er erst kürzlich beendet und doch zieht es ihn schon wieder zurück ans andere Ende der Welt: Nach dem Study Abroad Semester an der University of Melbourne soll es nun das renommierte CEMS Master of Management  Programm der University of Sydney sein. Wie es dazu kam, wie ihm sein Studium im Melbourne und das Wohnen im Studentenwohnheim der Universität gefallen haben und wie er das anstehende Masterprogramm finanzieren will, erzählt er uns im Interview.

Hallo Maik, du hast Anfang des Jahres ein Auslandssemester an der University of Melbourne verbracht. Wie hat es dir gefallen? Hast du schon wieder Heimweh bzw. Fernweh nach Australien?
Mein Auslandssemester an der University of Melbourne stellt definitiv ein Highlight in meinem bisherigen Studienverlauf dar und hat meine Erwartungen übertroffen: Ich habe viele neue Freunde am anderen Ende der Welt gefunden und konnte auch akademisch viel Neues von der University of Melbourne mitnehmen. Es war ein rundum gelungenes Auslandssemester! :) Natürlich hat mich bereits das Fernweh nach Australien gepackt und ich habe mir in Hamburg eine Werksstudententätigkeit gesucht, um das nötige Kleingeld für einen Flug nach Australien zu sparen. Wenn alles gut geht, betrete ich in ein paar Monaten wieder australischen Boden.

Wieso hast du die University of Melbourne als Hochschule für dein Study Abroad Semester gewählt? Und hat die Universität deine Erwartungen erfüllt?

Auf die University of Melbourne bin ich durch einen Zufall aufmerksam geworden: Ich saß in Hamburg in der U-Bahn auf dem Weg zur Uni und las im Fahrgastfernsehen die Nachricht, dass Melbourne von der Zeitung „The Economist“ als lebenswerteste Stadt der Welt ausgezeichnet wurde. Diese Mitteilung weckte mein Interesse an der Stadt Melbourne und nach kurzer Internetrecherche stieß ich auf die University of Melbourne. An dieser Stelle sei hervorgehoben, dass die University of Melbourne Mitglied im „Group of Eight“ Hochschulverbund ist, dem die acht führenden Institutionen des Landes angehören. Die Uni belegt in zahlreichen Rankings regelmäßig Spitzenplatzierungen und genießt besonders im ozeanischen Raum einen exzellenten Ruf.  Ich fand die Kombination aus hohem akademischem Renommee und kulturell vielfältiger Stadt sehr attraktiv.

Inwiefern unterscheidet sich das Studium in Deutschland von dem in Australien?
Als erstes ist mir aufgefallen, dass es weniger Präsenzveranstaltungen in Australien gibt: An der University of Melbourne hatte ich pro Tag durchschnittlich nur vier Stunden Vorlesungen. Allerdings bedeutete dies nicht automatisch mehr Freizeit, da von den Studenten erwartet wird, dass sie nach dem Unterricht an Hausarbeiten, Gruppenarbeiten oder der Nachbereitung von Vorlesungen arbeiten. Die meisten Vorlesungen gingen pro Fach nur 50 Minuten und regelmäßige Vor- und Nachbereitungen waren nötig, um dem schnellen Tempo in den Vorlesungen folgen zu können. Außerdem ist es nicht untypisch mehrere Leistungskontrollen in der Form von Tests über das Semester verteilt zu schreiben. Ich persönlich habe dieses System als sehr angenehm empfunden, weil man regelmäßiges Feedback zu seinem Leistungsstand bekommt und gezwungen ist, sich regelmäßig mit dem Lernstoff auseinanderzusetzen. In Deutschland gibt es meistens die obligatorische Klausur erst am Ende des Semesters, was bei mir meistens dazu führt, dass ich erst ein paar Wochen vor der Klausurenphase damit anfange, mich intensiv mit dem Lernstoff zu beschäftigen. In dieser Hinsicht würde ich sagen, dass das australische Lernmodell deutlich nachhaltiger ist.

Du bist während deiner Zeit im Studentenwohnheim untergekommen. Eine Variante, die oft teurer ist als Optionen auf dem privaten Wohnungsmarkt. Wieso hast du dich dafür entschieden?

Bei der Wohnungssuche in Australien wollte ich auf Nummer sicher gehen und bereits von Deutschland aus eine Wohnung finden. Ich habe damit begonnen, auf dem privaten Wohnungsmarkt nach einem WG-Zimmer zu gucken und musste leider schnell feststellen, dass dies von der Ferne doch schwieriger ist, als ich anfangs gedacht hatte. Ich habe deshalb Stop 1 an der University of Melbourne (erste Anlaufstelle für Probleme jeglicher Art) eine E-Mail geschrieben und mich erkundigt, ob sie mich bei der Wohnungssuche unterstützen können. Auf dem privaten Wohnungsmarkt konnte man mir nicht helfen aber ich wurde darauf hingewiesen, dass das Studentenwohnheim International House (IH) Austauschstudenten für ein Semester aufnimmt. Das International House ist das zweitgrößte Wohnheim der UoM und beherbergt Studenten aus über vierzig verschiedenen Nationen. Für mich stand fest, dass ein Studentenwohnheim am einfachsten von Deutschland aus zu organisieren ist und ich auch von dem interkulturellen Austausch mit den anderen Studenten sehr profitieren würde. Rückblickend kann ich sagen, dass es die beste Entscheidung war, die ich machen konnte! Ich habe neue Freunde aus aller Herren Länder gefunden und IH hat sich zu meinem neuen Airbnb entpuppt.

Hattest du während deines Semesters auch Kontakt mit Australiern oder vor allem mit anderen internationalen Studenten?

Im International House lebten jeweils zur Hälfte Australier und ausländische Studierende. Dieser ausgewogene Mix sorgte dafür, dass ich Kontakt zu sowohl Australiern als auch internationalen Studenten hatte. Meine Erfahrung an der UoM war, dass man während der Vorlesungen nur schwer neue Leute kennenlernt und es deshalb sehr zu empfehlenswert ist, sich einer der Studentenorganisationen anzuschließen: Ich habe mich zum Beispiel bei „Embrace Education“ engagiert und zusammen mit anderen UoM Studenten Grundschülern bei den Hausaufgaben geholfen. Über dieses Ehrenamt bin ich auch viel mit anderen Australiern in Kontakt gekommen und konnte einen kleinen Einblick in das australische Schulsystem bekommen.

Du planst bereits deine Rückkehr nach Australien, diesmal nach Sydney. Wieso willst du zurück?

Während meines Aufenthaltes in Australien bin ich zweimal in Sydney gewesen und habe mich sofort in diese Stadt verliebt. Als ich dort war, habe ich die Gelegenheit genutzt, um mir auch die University of Sydney Business School anzusehen. Ich habe mich bei einem Studienberater über die verschiedenen Master Programme informiert und bin dabei insbesondere auf den CEMS Master of Management aufmerksam geworden.

Du hast den CEMS Master of Management der University of Sydney im Auge. Was macht das Programm besonders?
Mit dem CEMS Master liebäugele ich bereits seit dem Beginn meines Bachelors: Es ist zurzeit das internationalste graduierten Studienprogramm auf dem Markt und wird pro Land jeweils nur von einer Partnerhochschule innerhalb der Global Alliance in Management Education angeboten. In Australien wurde nur die Sydney Business School in die CEMS Alliance aufgenommen. Das Programm richtet sich insbesondere an Studenten, die später danach streben, eine leitende Position in einem global agierenden Unternehmen einzunehmen. Das Curriculum zeichnet sich dadurch aus, dass es zusammen mit den weltweit führenden Wirtschaftshochschulen, global agierenden Unternehmen und NGOs entwickelt worden ist. Dadurch wird die akademische und praktische Relevanz der Lehrinhalte sichergestellt und als Absolvent erhält man Zugang zu einem sehr wertvollen Netzwerk.

Welche Finanzierungsoptionen schaust du dir für den Master in Australien an?
Ich werde mich voraussichtlich beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) für das „Jahresstipendium für graduierte aller wissenschaftlichen Fächer 2019“ für Australien bewerben. Das Stipendium würde einen Großteil der Studiengebühren und Lebenshaltungskosten abdecken. Für die Bewerbung werden von den Bewerbern ein Motivationsschrieben, Lebenslauf und ein Referenzschreiben von einem Hochschullehrer benötigt.

Und abschließend: Welchen Tipp gibst du zukünftigen Studenten mit auf den Weg?
Sollte es euch in eines der Studentenwohnheime der University of Melbourne verschlagen, kann ich euch den Tipp geben, dass ihr einen Anzug für die formellen Abendessen mitnehmt. Ich hatte daran gar nicht gedacht und musste mir notgedrungen in Australien einen Anzug kaufen.
And last but not least: Ich kann jedem nur raten, trotz aller Zweifel und Ängste sich zu trauen ein Auslandssemester in Australien zu verbringen, wenn sich euch die Möglichkeit dazu bietet. Auf euch warten viele interessante Menschen, aufregende neue Erfahrungen am anderen Ende der Welt und spannende Einblicke in die australische Kultur.


Du willst auch für ein Semester oder den Master nach Australien oder Neuseeland? Dann melde dich wie Maik bei uns und studiere schon bald am anderen Ende der Welt. Unsere Studienberaterinnen unterstützen dich gerne bei deinem Vorhaben und beraten zu Studienprogrammen, Finanzierung und Bewerbung.