16.01.2018

Wohnen in Australien: Interview mit GOstralia! Alumni Evi

Evi hat ein Semester an der Griffith University in Brisbane verbracht und während dieser Zeit in einer Gastfamilie gelebt. Im Interview erzählt sie uns, wie ihr das Leben bei einer australischen Familie gefallen hat.

GOstralia! Alumna Evi hat ein Semester an der Griffith University in Brisbane verbracht und während dieser Zeit zusammen mit einer Kommilitonin in einer Gastfamilie gelebt. Im Interview erzählt sie uns, wie es ihr an der Universität gefallen hat, welche Support Services es gab und wie es ist, bei einer australischen Familie zu Leben.

Hallo Evi, du hast ein Auslandssemester an der Griffith University verbracht. Wie hat es dir gefallen?
Mir hat es sehr gut gefallen. Auslandssemester ist Jedem zu empfehlen! Eine bereichernde Zeit, sowohl im Hinblick auf mein Studium als auch auf die Erfahrungen in einem neuen Land.

Die Griffith University hat ja mehrere Standorte in Queensland. Für welchen Campus hast du dich entschieden und würdest du ihn anderen Studenten empfehlen?
Wir waren am Gold Coast Campus der Griffith University. Er hat uns auch sehr gut gefallen. Der Campus ist zentriert. Eine große, moderne Bibliothek lädt zum Lernen ein. Die Hörsäle und die Vorlesungen sind ebenfalls sehr modern gestaltet. Wöchentliche Informationsmärkte sind auf dem Campus aufgebaut worden und  zahlreiche weitere Kurse sind von der Uni organisiert worden. Was meiner Kommilitonin und mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, dass während der ganzen Vorlesungsveranstaltungen meine Kommilitonin, die Cochlear Implantate hat, Mitschriften von einer externen Mitarbeiterin der Uni, selbstverständlich waren. Das heißt die Barrierefreiheit im Hinblick auf ein Studium mit Beeinträchtigung ist definitiv gegeben.

Während des Semesters hast du bei einer Gastfamilie gewohnt. Wie hast du das organisiert?
Auf der Seite helpx.com haben wir ein Profil von uns als Helfer erstellt und gleichzeitig hatte auch die Familie ein Profil auf der Homepage gehabt. Dieses Profil haben wir gefunden und die Familie, am Beginn waren es mehrere Familien, haben wir angeschrieben und dann hat es gepasst. Unseren Stundenplan mit der Uni konnten wir flexibel mit einem Plan der Familie kombinieren, so dass wir nach der Uni unseren Jungen, auf den wir aufgepasst haben, von der Schule abholen konnten.

Welche Aufgaben hattest du bei deiner Gastfamilie?
Die Freizeitbeschäftigung und Hausarbeitenbetreuung des Jungen der Gastfamilie waren die Hauptaufgaben in unserer Gastfamilie. Gerne haben wir etwas mit ihm unternommen, haben die Gegend damit gleichzeitig erkunden können und waren oft mit Locals unterwegs. Das war klasse. Ab und zu haben wir natürlich auch mal das Haus mit geputzt und aufgeräumt, wo man ja auch zusammen lebt.

Die Arbeit für die Universität und das Betreuen eines Kindes klingt nach ziemlich viel Arbeit. Konntest du beides trotzdem gut unter einen Hut bringen?
Ja, es war wirklich prima zu kombinieren. Ein großer Pluspunkt war dabei, dass wir zu zweit in der Gastfamilie waren. Wobei sich die Eine einmal den Unihausarbeiten zu wenden konnte, währenddessen die andere sich um den Jungen gekümmert hat. Die Gastmutter war auch jeden Tag anwesend und hat selbstverständlich auch am Wochenende mal etwas alleine mit ihrem Sohn gemacht oder wir waren alle zusammen unterwegs. Wie in jeder Familie war es eben mit Absprachen verbunden, die aber wunderbar und flexibel aufeinander gestimmt haben.

Hast du zur Unterstützung auch die Support Services der Uni genutzt? Erzähle uns doch kurz, welche Angebote die Griffith University internationalen Studenten macht.
Ja, haben wir. Ehemalige Dozenten bieten kostenlos Englischkurse, als auch Unterstützungen bei schriftlichen Hausarbeiten an. Das haben wir regelmäßig genutzt.

Wenn du privates Wohnen in WGs, Studentenwohnheime der Universitäten und das Leben bei einer Gastfamilie vergleichst, wie liegen die Optionen preislich und wo sind die Vor- und Nachteile?
Von Erzählungen von anderen internationalen Studenten an der Griffith Uni, sind die Studentenwohnheime der Uni ziemlich teuer gewesen. Privates Wohnen ist sicherlich auch nicht günstig, da insgesamt die Lebensunterhaltungskosten in Australien etwas höher sind als in Deutschland. Preislich war es bei einer Gastfamilie definitiv die beste Variante. Auf der anderen Seite, muss man es natürlich auch wollen, mit in der Familie mit eingebunden zu sein. Uns hat genau dieser Aspekt viel bedeutet, da wir so einen konkreten Einblick in den australischen Lifestyle bekommen konnten. Wir durften auch mal Freunde von der Uni einladen. Wer aber lieber ein Leben direkt in mitten der internationalen Studentengruppe führen möchte, ist sicherlich auch gut in einem Studentenwohnheim aufgehoben.

Du bist nach deinem Studium auch noch durch Australien gereist. Was hat dir hat dir am besten in gefallen?
Das Reisen mit dem Bulli durch Australien war für uns der volle Genuss und ein „must do“ in einem Australienaufenthalt. Viele, viele schöne Orte sieht man durch das Reisen auf seinem Weg. Die Schifffahrt zu den Whitsunday Islands mit Schnorchelmöglichkeit mit Schildkröten, erfrischendes Bad unter einem Wasserfall und den Blick in die Sterne auf offenem Meer, war einer der schönsten Erfahrungen für mich.

Und abschließend: Welchen Tipp gibst du zukünftigen Studenten mit auf den Weg?
Scheut Euch nicht vor der zu Beginn groß erscheinenden Organisation eines Auslandsaufenthalts! Fang rechtezeitig an zu planen, möglichst ein halbes Jahr vor Beginn. Dann, lass es vielleicht ein paar Monate dauern, bis man alles zusammen hat. Es lohnt sich - für eine Lebenserfahrung!

Wenn du jetzt Lust bekommen hast, ebenfalls ein Semester oder Studium in Australien zu beginnen, dann melde dich gerne bei unseren Studienberaterinnen. Sie helfen dir gerne bei der Suche nach der richtigen Universität und informieren auch zu Wohnmöglichkeiten. www.gostralia.de/kontakt

Das Profil der Griffith University, an der Evi studiert hat, findest du unter www.gostralia.de/griffith.